Heriburg-Projekt „Ich und Wir“ greift Probleme nach der langen Corona-Phase auf

CoesfeldDie Schritte heraus aus der eigenen Blase waren nicht einfach, gelangen aber immer besser. Häufiger zugehen auf die Mitschüler, sich mitteilen und zuhören – klingt so simpel, erscheint aber nach über zwei Jahren Corona-Pandemie nicht selbstverständlich. „Ich denke, jeder von uns hat jetzt mehr Selbstvertrauen gesammelt“, zieht Velten Hinricher, einer der Stufensprecher in der EF des Heriburg-Gymnasiums, ein positives Fazit. „Und wir haben sicherlich auch ein besseres Gefühl für die Personen in unserem Umfeld bekommen.“ Grundlage dafür ist ein Projekt, das unter dem Motto „Ich und Wir“ steht.Von Frank Wittenberg

Unterricht ganz anders, aber extrem wertvoll. Den Anstoß dazu haben Dr. Bettina Kallabis und Mark Heskamp, die Stufenleiter der Heriburg-EF, gegeben. Denn sie mussten beim Start in diese Jahrgangsstufe zehn, in der aus dem gewohnten Klassenverband verschiedene Kurse in neuer Zusammensetzung werden, eine auffällige Zurückhaltung der Schüler in der mündlichen Mitarbeit feststellen. Als „undefinierbare Stille“ bezeichnet Heskamp die Atmosphäre, der er gemeinsam mit Bettina Kallabis auf den Grund ging. Die Erkenntnis: „Durch die lange Corona-Phase verlief das Kennenlernen ganz anders als gewohnt.“ Schon die Jahrgangsstufe neun sei von viel Homeschooling geprägt gewesen, spezielle Aktionen für die EF seien nicht durchgeführt worden, hinzu sei die gehemmte Kommuniokation durch die Maskenpflicht gekommen. „Dadurch ist offenbar eine Scheu entstanden, vor vielen Personen etwas zu sagen“, stellt Bettina Kallabis fest.

Wie darauf reagieren? Die beiden Stufenleiter holten in Absprache mit der Schulleitung Schulsozialpädagogin Cinia Förster und Schulseelsorger Matthias Bude ins Boot. Die wiederum führten Kurzinterviews mit den Schülerinnen und Schülern – „dabei ist schnell deutlich geworden, dass dieses Projekt über einen längeren Zeitraum gehen muss, damit jeder seine individuellen Kompetenzen stärken kann“, berichtet Cinia Förster. Ein Unterfangen, das bei aller Fachkompetenz zu zweit mit 53 Schülern nicht zu leisten sei, ergänzt Matthias Bude: „Deshalb war uns wichtig, für verschiedene Bereiche wie Stärkung des Selbstbewusstseins oder Stimmbildung weitere Fachleute zu gewinnen.“

Maßnahmen, die mit Kosten verbunden sind. „Wir sind aber mit unserem Konzept auf offene Türen gestoßen“, freut sich Bettina Kallabis über die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein der Schule, die Sparkasse Westmünsterland, das Jugendamt der Stadt und nicht zuletzt die Bürgerstiftung Coesfeld. Aus den Wünschen der Schüler sind schließlich Workshops entstanden. „Mut steigern, Aggressionen bewältigen, vor einer Gruppe sprechen, Präsenz zeigen“, listet Velten Hinricher mit den weiteren Stufensprechern Lotta Tebarth und Paul Pohl einige Effekte auf, zu denen unter anderem Hund „Buddy“ beigetragen hat.

Rund 30 Stunden sind dafür investiert worden. Ein Abschluss mit einem Wandertag in den Kletterwald Borken wird nach den Sommerferien folgen. Die Effekte seien schon spürbar, urteilt Lotta Tebarth: „Sicherlich jeder hat jetzt auch mehr Kontakt mit Schülern, die sonst nicht zu seiner Bubble gehören.“ Nicht nur vor dem Hintergrund bewerten alle Beteiligten den Mut, „Ich und Wir“ in die Tat umzusetzen als Erfolg. „Schule ist eben mehr als Unterricht und das Vermitteln von Wissen“, betont Mark Heskamp. „Es geht auch darum, das Wohlbefinden und die individuellen Kompetenzen zu stärken.“

Quelle: AZ-Online, 15.06.2022

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