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Die Grundfarben der Geschichte sind nicht Schwarz und Weiß, ihr Grundmuster nicht der Kontrast eines Schachbrettes; die Grundfarbe der Geschichte ist grau, in unendlichen Schattierungen.
(Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866-1918, Band II: Machtstaat vor der Demokratie München 1992, S. 905

… und was für die Geschichte gilt, gilt für unsere jeweilige Gegenwart und für unsere Zukunft ganz genauso: Insofern ergänzen sich Tafelanschrieb und Zitat und bilden einen Teil von dem, was wir „Geschichtsbewusstsein“ nennen und den Schülerinnen und Schülern am Heriburg-Gymnasium vermitteln möchten:

Geschichte ist … niemals eindeutig, … niemals zu Ende…, für jeden von uns anders …, ein Konstrukt …, unvollständig …, in unserem kollektiven Gedächtnis fest verankert …, interpretierbar, … zuweilen mit Vorsicht zu genießen und daher stets zu hinterfragen.

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 http://www.br.de/nachrichten/BG-Mauerfall-100.html

Somit darf Geschichtsunterricht sich nicht ausschließlich darin erschöpfen, Daten und Fakten zu vermitteln – vielmehr sind Daten und Fakten das notwendige Vehikel, um Zusammenhänge, menschliche Interessen und sich daraus ergebende Handlungen in der Geschichte zu verstehen, kritisch zu untersuchen, zu hinterfragen, um diese letztlich zu beurteilen und zu bewerten. Warum? Weil unsere heutige Gesellschaft, unsere aktuellen Lebensverhältnisse und –umstände Produkte von Entscheidungen und Entwicklungen der Vergangenheit sind – manche dieser Entscheidungen liegen erst recht kurz zurück, andere wurden schon vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten gefällt – aber viele von ihnen haben Auswirkungen auf die Gegenwart und ggf. auch auf die Zukunft.

Das Fach Geschichte will – im Zusammenspiel mit allen anderen Fächern unserer Schule - dazu beitragen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler, junge Menschen also, zu kritisch-reflektierten, mündigen Bürgerinnen und Bürger entwickeln, die sich aktiv in der Gesellschaft engagieren und ihrerseits verantwortungsvoll dazu beitragen, eine freiheitlich-demokratische Grundordnung aufrechtzuerhalten – jeweils aktuelle Ereignisse zeigen, dass dieses Zielperspektive durchaus nicht unberechtigt ist!

Der Weg von den bloßen Daten und Fakten bis zum „reflektierten Geschichtsbewusstsein“ führt die Schülerinnen und Schüler im Geschichtsunterricht über vielerlei Stationen: Zunächst jeweils vorbei am Aufbau historischen Hintergrundwissens, vorbei an der Vermittlung fachspezifischer Methoden, z.B. im Umgang mit Quellen im Allgemeinen, Darstellungstexten, Gemälden, Karikaturen etc., vorbei an multiperspektivischen Betrachtungen historischer Ereignisse, an Diskussionen innerhalb der Gruppe, an der Herstellung möglicher Gegenwartsbezüge bis hin zur Einübung von Argumentationen, die dann schließlich in Beurteilungen und Bewertungen historischer Entwicklungen münden.

So kann mit Blick auf die Zeit nach dem Schulbesuch am Heriburg-Gymnasium eine gute Basis gelegt werden für eine kompetente und kritische Teilhabe an Geschichtskultur und auch für die Wahrnehmung und persönliche Einordnung aktueller Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft.

Um über den Unterricht hinaus Geschichte für unsere Schülerinnen und Schüler erfahr- und greifbarer zu machen, veranstalten wir mit den 6. Klassen im 2. Halbjahr regelmäßig einen Wandertag, der uns in das ehemalige Römerlager nach Haltern führt – einer der wichtigsten römischen Militärkomplexe in Germanien, der maßgeblich für die Eroberung und Romanisierung des Gebietes verantwortlich war und auch eine der Legionen beherbergte, die dann 9 n. Chr. in der berühmten Varusschlacht untergingen.
Zudem finden in unregelmäßigen Abständen für die Sekundarstufe I und II z.B. Interviews mit Überlebenden des Holocausts oder auch Gespräche im Zusammenhang mit anderen zeitgeschichtlichen Ereignissen statt, bei denen unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, Geschichte aus erster Hand zu erfahren, wobei es in diesem Fall weniger um die Vermittlung großer Entwicklungen geht, sondern vor allem darum, aus einer anderen Perspektive eine sehr persönliche, individuelle Sicht und Erfahrung auf und mit Geschichte geschildert zu bekommen und / oder auch im Gespräch zu erfragen.

Unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer

  • Frau Berghoff (Bgh)
  • Frau Hausner (Hau)

  • Herr Kalinke (Kln)

  • Frau Reinecke (Rei)

  • Frau Thies (Thi)

  • Herr Untiedt (Unt)

  • Frau Uphoff (Uph)

  • Frau Veltrup (Vel)

  • Herr Lüling (Lülg)

Curriculum

Konzept Leistungsbewertung

Kernlehrplan für den verkürzten Bildungsgang G

Vorgaben Zentralabitur Geschichte 2017 (externer Link)

Vorgaben Zentralabitur Geschichte 2018 (externer Link)

Vorgaben Zentralabitur Geschichte 2019 (externer Link)

Kontakt

Städt. Heriburg-Gymnasium

Seminarstr. 10
48653 Coesfeld
Telefon: (02541) 74 08 1-0
Telefax: (02541) 74 08 1-99

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Montag – Donnerstag
07:30 Uhr – 12:30 Uhr
13:00 Uhr – 15:00 Uhr
Freitag
07:30 Uhr – 13:30 Uhr

 

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