Erdkunde LK: Wie wird KI unseren Raum verändern?
Heute erhielt der Erdkunde-Leistungskurs von Frau Nowak einen „virtuellen Besuch“ von Frau Löber, Mitarbeiterin des landesgeförderten Instituts KI‑NRW, das Unternehmen in Nordrhein‑Westfalen zu Fragen der Künstlichen Intelligenz berät. Angeregt durch die Frage „Wie wird KI unseren Raum verändern?“ suchten wir im Internet nach Expertise und stießen dabei auf das in Sankt Augustin ansässige Institut mit rund 300 Mitarbeitenden und sammelten im Vorfeld Fragen.
Frau Löber erläuterte, dass vor allem Software- und IT‑Unternehmen stark mit KI arbeiteten, da sie dem Thema besonders nahe seien. Im Handwerk könne KI nur unterstützende Aufgaben wie die Buchhaltung übernehmen, da das „Setting“ eines Raumes viel zu individuell sei. Auch kleine Unternehmen könnten problemlos mithalten, da es viele anwenderfreundliche KI‑Tools gebe. Man wisse oft gar nicht, wo überall KI drinstecke, als Beispiel falle ihr da die Kläranlage Coesfeld ein. Mit Blick auf Standortfaktoren betonte sie die wachsenden Chancen ländlicher Räume durch ortsunabhängiges Arbeiten. Risiken der KI bestünden vor allem in der Verbreitung von Falschinformationen, Deepfakes oder Fake News, die selbst von Top-Spezialisten kaum noch entlarvt werden könnten.
Besonders interessant war für uns, ob KI künftig menschliche Kreativität ersetzen könne. Nach Einschätzung vieler Expertinnen und Experten sei der Mensch zu kreativen Höchstleistungen in Kunst oder Musik fähig, die von einer auf statistischen Modellen beruhenden Technologie so schnell nicht erreicht würden. Frau Löber berichtete außerdem von rechtlichen Auseinandersetzungen über Fehler der KI, etwa wenn der Chatbot eines Unternehmens fälschlicherweise einen Rabatt zusagt.
Zum Abschluss stellten wir die für uns besonders relevante Frage, wie Schule mit KI umgehen sollte und Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihr späteres Arbeitsleben vorbereitet werden könnten. Die Antwort lautete klar: „Anwenden, anwenden, anwenden“. Entscheidend sei, zu verstehen, wie KI funktioniert, um sie steuern zu können. Gleichzeitig sei es wichtig, klassische schulische Kompetenzen intensiv zu fördern, da Fähigkeiten wie mathematisches Denken sowie Sprach- und Schreibkompetenz unverzichtbar und sogar auf eher steigendem Niveau wichtig blieben.
Der Kurs empfand das Gespräch mit der Expertin als sehr bereichernd. Der oft als überwältigend empfundene Prozess der „digitalen Revolution“ wirkte dadurch weniger bedrohlich, und für uns angehende Berufseinsteigende wurde ein insgesamt positives Bild unserer beruflichen Zukunft gezeichnet.
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