Aktion gegen moderne Sklaverei am Heriburg-Gymnasium
In der Woche vor den Osterferien fand am Heriburg-Gymnasium eine eindrucksvolle Aktion zum Thema „Moderne Sklaverei“ statt. Ein Truck des Hilfswerks „missio“ parkte während dieser Zeit direkt auf dem Schulhof. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, an einem besonderen Unterricht teilzunehmen, der sowohl informative Einblicke in die verschiedenen Formen und Kriterien moderner Sklaverei bot als auch die Möglichkeit, in Kleingruppen eine multimediale Ausstellung im Truck zu erkunden.
Veronika Jung Salcedo von „missio“ brachte die Historie der Sklaverei eindringlich auf den Punkt: „Früher war es legal, Menschen als Eigentum zu besitzen.“ Sie betonte, dass Sklaverei auch heute noch ein weit verbreitetes Problem darstellt und in den letzten Jahren sogar zugenommen hat. Zu den aktuellen Formen moderner Sklaverei zählen unter anderem Menschenhandel, Zwangsarbeit, Zwangsheiratspraktiken und -prostitution sowie Schuldknechtschaft.
Im Truck führte der virtuelle Assistent Chris die Gruppen durch die Ausstellung. Die Schülerinnen und Schüler wurden sofort mit einem Quiz konfrontiert: „Wie viele Menschen weltweit leben in moderner Sklaverei?“ Die Gruppe wählte die korrekte Antwort: 50 Millionen – eine alarmierende Zahl, die alle schockierte. Eine weitere Frage betraf die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, und die richtige Antwort war 1948.
In den weiteren Räumen lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Beispiele moderner Sklaverei kennen, die in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens vorkommen – von der Handy-Herstellung über die Lebensmittelproduktion bis hin zu Kreuzfahrten. Die Teilnehmenden teilten ihre Eindrücke nach dem Rundgang: „Das hat noch mal mehr Bewusstsein für unseren Konsum im Alltag geschaffen. Man vergisst schnell, welche Menschen hinter unserem Konsum stehen.“
Am Montag begleitete die Lokalzeit Münsterland einige Schülerinnen und Schüler im Truck, um von ihren Erfahrungen und Eindrücken zu berichten. Diese Berichterstattung trug dazu bei, das Thema moderne Sklaverei in der Öffentlichkeit weiter ins Bewusstsein zu rücken.
Schulleiterin Christine Uphues äußerte sich erfreut darüber, dass der „Fair Gehandelt“-Laden und der Partnerschaftskreis Ghana der Kirchengemeinde diese wichtige Aktion ermöglicht haben. Sie betonte, dass externe Inputs im Unterricht eine ganz andere Wirkung haben.
Ein besonderer Dank gilt Frau Bäumer und Frau Uphoff, die die gesamte Organisation dieser Aktion übernommen haben. Ihr Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für das Thema moderne Sklaverei zu schärfen und die Schülerinnen und Schüler für die Thematik zu sensibilisieren. Wir danken auch herzlich unserem Förderverein, der einen Teil der Kosten für diese Woche getragen hat.
Erstellt:







